ALPHAZIRKEL x FERI AG: Neue Weltordnung. Zaudernde Politik. Konkrete Konsequenzen für Unternehmer. Wo produziert man morgen, wo investiert man heute — und wo zieht man sich besser zurück?

Präsenzveranstaltung

23. April 2026
18:00
München Zentrum

ALPHAZIRKEL x FERI AG luden ein zum moderierten Dinner im einem Kreis von 30 UnternehmerInnen mit zwei Gesprächsrunden, die sichtbar machten, was keine Studie zeigt.

 

Es geht um die Frage: Wo produziert man morgen, wo investiert man heute — und wo zieht man sich besser zurück?

Nicht wo man es gerne würde. Nicht wo der Vater produziert hat. Wo es tatsächlich noch Sinn macht — unter den Bedingungen, die gerade entstehen.

Als Eigentümer trägt man diese Frage anders als ein angestellter Manager. Sie lässt sich nicht an eine Taskforce delegieren. Nicht vertagen, bis das nächste Quartal Klarheit bringt. Und nicht mit einer Unternehmensberatung lösen, die eine Folie zeigt, die sie gerade auch den Wettbewerbern gezeigt hat.

 

Runde 1 — Das Makrobild:

Prof. Dr. Kai Andrejewski berät mit der Agora Strategy Group Eigentümer und Unternehmen in genau dieser Frage: Wie ordnen geopolitische Machtverschiebungen Märkte, Kapitalflüsse und Industriestandorte neu — und was bedeutet das für strategische Entscheidungen, die jetzt getroffen werden müssen? Er ist kein Kommentator. Er arbeitet täglich mit Unternehmen, die diese Entscheidungen gerade treffen.

Dr. Heinz-Werner Rapp– Gründer und Leiter Steering Board des FERI Cognitive Finance Institute – hat die geoökonomische Zeitenwende in über sechzig Analysen beschrieben — früher und klarer als die meisten. Seine Kernthese: Die Welt sortiert sich in Blöcke. Kapital folgt Sicherheitslogik, nicht mehr Effizienzlogik. Welche Märkte in drei Jahren noch zugänglich sind, welche Lieferketten unter diesem Druck reißen werden, wo Europa industriell noch eine Rolle spielt — und wo nicht.

 

Runde 2 — Die Konsequenz:

Mark Furtwängler führt Bühler Motor in sechster Generation — hochpräzise mechatronische Antriebslösungen für Automotive, Gebäudeautomatisierung und Medizintechnik, 1.000 Mitarbeiter, acht Standorte in sechs Ländern. Sein Alltag ist das, worüber andere noch diskutieren: Seltene Erden aus China, die politisch werden. US-Zölle, die Lieferketten neu rechnen lassen. Chinesische Wettbewerber mit Preisen, die keine europäische Kostenstruktur überlebt. Und ein Automobilmarkt, der sich je nach Region in eine andere Antriebstechnologie bewegt — gleichzeitig. Er berichtet, welche Entscheidungen er daraus gezogen hat — und welche er sich früher gewünscht hätte.

Was die Lieferkette damit zu tun hat – André Petry, Gründer von Tacto: Über 50 % der Kosten eines physischen Produkts entstehen in der Lieferkette. Gesteuert wird sie bei den meisten noch mit Excel und Outlook. Tacto macht sichtbar, was wirklich passiert: Länderrisiken, Handelskonflikte, Sanktionen, Lieferantenausfälle – KI-gestützt, in Echtzeit, mit konkreten Handlungsempfehlungen und echten Materialkosteneinsparungen. Für Eigentümer, die nicht warten wollen bis der Einkauf das Problem eskaliert.

 

Nicht Thesen. Entscheidungen. Und was dabei sichtbar wird, was keine Studie zeigt.

Wer früher versteht, was kommt, trifft bessere Entscheidungen — und erkennt die Chancen, bevor andere sie sehen. Das ist der einzige Grund für diesen Abend.

 

 

 

Cover: Simon Gehrke Kommunikationsdesign