28. Juni 2021 um 17:00 – 18:00ONLINE

Wie sich Familienunternehmen durch Kollaboration in Innovationsökosystemen für die Zukunft aufstellen.

Ein Gespräch von Dr. Albert M. Geiger mit:

 

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Lessons Learnt:

  • Open Innovation über verschiedene Ökosysteme hinweg ist eine wertvolle Quelle für Inspiration und Entwicklung neuer, zukunftsfähiger Produkte. (Anna Hörmann)
  • In ein paar Jahren wird man nur noch in Ökosystemen denken – sowohl im Hinblick auf Geschäftsmodelle, also auch auf Wissen und Innovation. (Alexander Wottrich)
  • Es gibt nicht einen richtigen Ansatz, um Innovation im Familienunternehmen zu schaffen. Das Umfeld, das z.B. die UTUM bietet, eröffnet Möglichkeiten auf vielen Ebenen und hilft so, Innovation im Unternehmen zu fördern und zu verankern. (Anna Hörmann)
  • Transparenz und Austausch sind unabdinglich, um Akzeptanz für Veränderung und Innovationsprojekte zu schaffen. (Anna Hörmann; Alexander Wottrich)
  • Es braucht am Anfang ein klares Zielbild und Durchhaltevermögen, um eine Innovationsstrategie erfolgreich zu implementieren. (Christian Mohr)

 

Zum Thema:

Familienunternehmen zeichnen sich durch ihr unvergleichbares und generationsübergreifendes Wissen aus, verfügen über ein einzigartiges Ökosystem aus z.B. Produkteigenschaften, persönlichen Beziehungen, Services oder besonderer Kundenorientierung. Über Jahrzehnte tragen Sie Verantwortung für Unternehmen, Mitarbeiter und Familie, haben Visionen und setzen diese für den Erhalt des Unternehmens um.

Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist die digitale Transformation zu einer Wissensgesellschaft, die der inzwischen weitestgehend abgeschlossenen IT-getriebenen Digitalisierung folgen wird.

Für diesen fundamentalen gesellschaftlichen Wandel gilt es vor allem für Familienunternehmen, Ressourcen und Kapazitäten entsprechend zu adaptieren oder zu rekonfigurieren, vor allem offen zu sein, um neue Gelegenheiten zu erkennen und zu ergreifen.

Offen zu sein bedeutet in diesem Sinne, die traditionellen Stärken als Vorteil zu nutzen und diese mit den neuen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu kombinieren, um künftig auch in einer zunehmend digitalen Wissensgesellschaft innovativ und schließlich wettbewerbsfähig zu bleiben.

In unserer Diskussion mit der UnternehmerTUM und zwei Nachfolgern aus traditionellen Unternehmen möchten wir Beispiele heranziehen, wie das Öffnen von Unternehmen für Innovations- und Zukunftsfähigkeit gelingen kann: Durch das Zulassen von neuen Ideen und die Kollaboration mit neuen Akteuren, durch die Schaffung eines Innovationsökosystems.

 

Kurz vorgestellt:

Anna Hörmann ist Leiterin für Strategie in der HÖRMANN Gruppe und zusätzlich mitverantwortlich für ein unternehmensübergreifendes Pilotprojekt im Bereich Digitalisierung und Innovation. Nach ihrem Masterstudium an der Technischen Universität München im Bereich Betriebswirtschaft und Maschinenbau war sie einige Jahre in einer Unternehmensberatung tätig, bevor sie 2018 in das Familienunternehmen einstieg. Seit der Unternehmensgründung 1955 ist die HÖRMANN Gruppe ständig gewachsen. Unter dem Dach der HÖRMANN Holding GmbH & Co. KG sind 27 Tochtergesellschaften in den Geschäftsbereichen Automotive, Communication, Engineering und Services tätig. Die rund 2.800 hochqualifizierten Mitarbeiter setzen mit viel Innovationsfreude und Tatkraft ihr breit diversifiziertes und vernetztes Wissen aus unterschiedlichen Technologiebereichen ein.

Christian Mohr ist Innovations- und Mittelstandsexperte sowie Mitglied der Geschäftsleitung und Managing Partner bei UnternehmerTUM, dem führenden Gründungs- und Innovationszentrum Europas. Aus einem Familienunternehmen stammend sammelte er mehr als zehn Jahre Erfahrung in einem der weltweit führenden Beratungshäuser in verantwortungsvollen Positionen. Zuletzt leitete er dort den Bereich Innovation, den er sowohl national als auch als globales Netzwerk erfolgreich aufgebaut hat. Der Wechsel zu UnternehmerTUM im Jahr 2019 war v.a. dadurch geprägt, die Innovationsfähigkeit des Mittelstands und damit nachhaltig den Wohlstand in Deutschland zu sichern. Sein Schwerpunkt liegt in der Begleitung von mittelständischen Unternehmen in den Bereichen Innovation, Technologie und Ökosystemen.

Alexander Wottrich ist CEO der Truma Group. Das 1949 von Philipp Kreis gegründete Unternehmen Truma Gerätetechnik, das größte Unternehmen in der Gruppe, ist Systemlieferant für Heizungen, Klimaanlagen, Warmwasserbereiter, Rangierhilfen und die Gasversorgung im Caravan. Mit u.a. dem Truma iNet System zählt Truma zu den top 100 innovativsten Mittelständlern in Deutschland. Die Truma Group ist mit einem Bekanntheitsgrad von 98% im europäischen Caravaning-Markt europäischer Marktführer beim mobilen Heizen, Kühlen und Steuern. Über 850 Mitarbeiter an 10 Standorten weltweit vertreten die Truma Group mit einem starken Kompetenznetz aus Importeuren, Vertragshändlern und Service Partnern.

 

Cover: Simon Gehrke Kommunikationsdesign www.simongehrke.de

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