11. Oktober 2018 um 19:00 – 22:00 Palais Montgelas, Bayerischer Hof
Promenadepl. 2-6
80333 München
Deutschland

Wie baue ich Immobilienvermögen auf?

Eine von Dr. Albert M. Geiger und Barbara Kearney moderierte und interaktive Diskussion für Bauherren und Investoren mit den Experten:

  • Volker Hofmann (Vorstand der Baywobau Bauträger AG und Gesellschafter der Baywobau Unternehmen)
  • Markus Meier (Geschäftsführer der Martin Meier GmbH & Co. KG)
  • Robert Mühlstein (Geschäftsführer der emproc GmbH Kostenmanagement für Immobilien)
  • Günther Reibling (EVP, COO & Founding Partner von Taurus Global Real Estate Investment)
  • Christian Wetzel (Aufsichtsrat der CalCon Deutschland AG)

Bild v.l.n.r.: Dr. Albert M. Geiger, Markus Meier, Robert Mühlstein, Günther Reibling, Christian Wetzel, Volker Hofmann, Barbara Kearney.

 

Impressionen:

 

 

Zusammenfassung der Diskussion (von Ricarda Campe):

Im Anschluss an die Expo Real wählte der Alphazirkel für seine Oktober-Veranstaltung das passende Thema „Immobilienvermögen aufbauen“. Dabei wurden in der Diskussion des bestbesetzten Panels Erfahrungen ausgetauscht und Anregungen geschaffen, wie Familienunternehmer ihr Vermögen in Immobilien investieren können.

Bei Bauvorhaben schleichen sich oft zeitliche Verzögerungen und Baukostenexplosionen ein, meist durch ungenaue Planung und unerwartete Hindernisse. Zudem ist die Arbeit nach der erfolgreichen Fertigstellung eines Projektes nicht getan, da verwaltungstechnische und auch rechtliche Aufgaben auf einen zukommen. Doch die Investition in eine Immobilie lohnt sich langfristig mit einer guten Rendite. Um ein Projekt ins Leben zu rufen verlangt es eine hohe Liquidität um nicht in einen Baustopp zu geraten. Volker Hofmann von Baywobau weist auf den Vorteil eines Bauinvestments hin, dass man eine Investition für sich baut und nicht für den Markt. Eine Immobilie hat man am Ende vor sich, man kann sie sehen und spüren, anders als bei Aktien oder Fonds, die nur auf dem Papier existieren. Treffend ausgedrückt von Robert Mühlstein: „Immobilien vermitteln Emotionen“. Dieser Aspekt steigert die Attraktivität von Bauvorhaben und Investments in Immobilien. Vorteilhaft sei, so Markus Meier in Punkto Kostenreduktion, wenn der eigene Betrieb Baustoffe oder Materialien produziert, die für ein Bauvorhaben gebraucht werden. So könne man durch günstigere Herstellungskosten die Gesamtkosten reduzieren.

Wenn ein Projekt fertiggestellt worden ist, kommt die Bestandshaltung auf einen zu. Christian Wetzel, Aufsichtsrat der Calcon AG, kümmert sich mit seinem Unternehmen um den Bestand ab 10.000 Einheiten, wie z.B. deutschlandweit die Kasernen. Ein Problem, das sich im Management von Immobilien auftut, ist die Unwissenheit über Pläne und Installationen in den zu verwaltenden Immobilien. Durch die nicht konsequente Sicherung von Plänen und Daten aus früheren Zeiten, fehlen Informationen zu Kanalisation und Lageplänen. Dieses hat sich allerdings heutzutage massiv geändert und ist eher zu einer Belastung geworden.

Für die Zukunft ist es hilfreich für Techniker, Klempner oder zukünftige Objektinhaber, dass alles detailliert festgehalten werden muss, dennoch spricht Wetzel aus Erfahrung, dass eine so penible Informationssicherung entschleunigend auf die Fertigstellung eines Projektes auswirkt. Für das gesamte Objekt muss eine Art Bedienungsanleitung geschaffen werden, über verlegte Leitungen, bis hin zur genauen Wattleistung der Glühbirne in Etage 3, Raum 304. Allerdings sollte dieses keine Bauvorhaben abschrecken, da es für die spätere Verwaltung von Vorteil ist. So können unnötige Kosten eingespart und die Rendite gesteigert werden. Und auf die Rendite kommt es schließlich an.

Die attraktiven Renditen sind der Trigger um letztendlich in ein Bauvorhaben zu investieren. Günther Reibling gibt dabei die Empfehlung, Geduld mitzubringen. Renditen sind meist nicht von Anfang an auf ihrer Klimax. Eine Rendite steigert sich nach und nach. Die Immobilie kann an Attraktivität durch ihre Umgebung und anderen Bauvorhaben gewinnen und somit den Wert steigern. Bestes Beispiel ist gerade in München, dort steigen die Immobilienpreise stetig in die Höhe auch in den angenommen unattraktivsten Standorten.

Wenn eine Immobilie geplant wird, ist der Standort ein wichtiger Faktor. Diesen richtig einzuschätzen, gibt die Zukunft der Immobilie und Rendite vor. Dabei geht es nicht unbedingt um die großen Städte und da mitzumischen. Es kommt viel mehr darauf an wo die Nachfrage hoch ist und die Baukosten und Grundstückskosten gering sind. Das kann z.B. in ländlicheren Regionen sein, wo jedoch ein großer Arbeitgeber sitzt, dessen Mitarbeiter auf ein attraktives Umland hoffen.

Die Innovation spielt auch in der Baubranche eine große Rolle. Dabei ist BIM der Hauptakteur. Ein Programm, das den ganzen Bauprozess digitalisiert und als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Akteuren fungiert. Durch diese Programme und die bereits angesprochene penible Datensicherung wird sich die Bestandshaltung deutlich einfacher gestalten als von älteren Objekten. Der Baubestand wird in Zukunft besser, Übergaben trivialer sein.

Wenn die verschiedenen Technologien, die bei einem Bauvorhaben von Nutzen sein können, besser zusammen geführt werden, prognostiziert das Panel dadurch eine Kosteneinsparung. Dabei spielen Faktoren wie die Effizienz der Logistikketten eine Rolle, die den typischen Handelsweg aufbrechen. Produkte müssen schneller an Ort und Stelle sein. Es muss klar sein, welcher Schritt vor dem anderen getan werden muss und welche Materialien benötigt werden. Durch die Digitalisierung kann sich das Bauen von Objekten wesentlich beschleunigen.

 

Zum Thema:

Zeitverzug oder Kostenexplosionen bei großen Bauvorhaben sind der Stolperstein bei Investitionen in eigene Immobilien – egal ob es um Sanierung oder Neubau geht. Ist das Objekt fertiggestellt, gilt es rechtlich und verwaltungstechnisch gerüstet zu sein, um die Immobilie auch nachhaltig und rentabel zu managen.

Insbesondere Unternehmer, die Immobilien beispielsweise zur Produktion nutzen wollen, müssen die Risiken eines Bauprojekts einschätzen und begrenzen können. Auch Family Offices, die gerne Immobilien als Teil der Vermögensdiversifikation ansehen, sind davon betroffen. Denn jeder weiss: über die Rendite eines Projekts wird größtenteils im Einkauf entschieden.

Unvollständige oder unter Druck abgeschlossene Bauverträge, eine zu knappe Finanzierung, Verzögerungen und schlussendlich Mängel am Bau sowie anschließend Fehler in der Bewirtschaftung und Verwaltung der Immobilie sind nur ein paar Schlagworte in diesem Zusammenhang. Je größer das Projekt, desto umsichtiger sollte man sich informieren, planen und Experten oder Tools an Bord haben.

Wie kann das IOT helfen, „Geld zu sparen und nerven zu schonen“ (SZ vom 25.5.18 „Auf online bauen“). Vor allem in der Planungsphase und bei der Kommunikation mit Behörden und Lieferanten können virtuelle Modelle (unter anderem 3D, Virtual/Augmented Reality) erhebliche Optimierungen in Punkto Kosten und Terminentwicklung herbeiführen, weil sich dadurch z.B. die Material-Listen automatisch an die Änderungen anpassen.

Welche Rolle spielt „PropTech“ in Deutschland? Es gibt ja schon einige Startups, die sich um innovative Lösungen rund um die Themen Digitalisierung, Standortanalyse, Planung und Konstruktion, Vermietung, Verwaltung und Verkauf von Immobilien kümmern. Idealerweise ist eine Immobilie komplett digitalisiert – BIM (Building Information Modeling) ist zwar in aller Munde, wirklich umgesetzt wird es aber kaum.

Überlässt man den Bau und alle damit einhergehenden Fragen gleich einer Immobilieninvestmentfirma oder einem „Immopreneur“? Auch hier ist guter Rat bei der Auswahl des richtigen Anbieters gefragt.

Nicht zuletzt fragen wir uns, wie sich der Markt in den kommenden Jahren entwickeln wird und was passiert, wenn eine Krise kommt.

Wir haben ein Expertenpanel zusammengestellt, mit dem wir Ihre Fragen rund um den Vermögensaufbau mit Immobilien beantworten möchten.

Bei Interesse kontaktieren Sie uns bitte unter: werte@alphazirkel.de

 
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