23. April 2020 um 17:00 – 18:00 ONLINE

“Die Logistikbranche zwischen Krisenversorgung und Umsatzeinbrüchen. Was kommt nach der Krise?” Ein Unternehmergespräch.

Im Rahmen der ALPHAZIRKEL online conversations-Reihe: „Die Krise meistern – Unternehmer und Experten diskutieren und geben Rat im ALPHAZIRKEL“ sprach Dr. Albert M. Geiger mit:

  • Hannes Baumgartner (Geschäftsführender Gesellschafter | Fercam AG, Südtirol)
  • Felix Fiege (Vorsitzender des Vorstands | FIEGE Logistik Stiftung & Co. KG, Deutschland)
  • Wolfram Senger-Weiss (Vorsitzender der Geschäftsleitung | Gebrüder Weiss GmbH, Austria)

Über nachfolgenden Link können Sie sich einloggen und und die Aufnahme der Diskussion ansehen:

https://register.gotowebinar.com/recording/2171852530645864205

 

Lessons learnt:

  • Transporte funktionieren auch in Zeiten der Corona Krise ohne größere Probleme – auch über Grenzen hinweg.
  • Wie stark sich die Krise auf die Transportlogistik auswirkt ist abhängig von Markt und Bereich; so sind der spanische und italienische Markt z.B. stärker betroffen (ca. 50% Einbuße) als der deutsche oder österreichische Markt (ca. 20-30% Einbuße) und Bereiche wie E-Commerce und Lebensmittel Transporte wachsen sogar.
  • In China hat sich der Markt nach dem vollständigen Shutdown bereits fast gänzlich erholt und liegt wieder auf Vorkrisenniveau hinsichtlich der Mengen.
  • Die Logistikbranche ist darauf ausgerichtet sehr flexibel auf situative Veränderungen zu reagieren und ist prinzipiell auch gerüstet für eine potenzielle Rückverlagerung der Produktion nach Europa; eine Rückverlagerung ist allerdings abhängig davon, was sie den Staaten und Konsumenten wert ist; es gibt Tendenzen zu einer Regionalisierung der Produktion schon seit vor Corona, eine extreme Veränderung ist jedoch unrealistisch →zunehmende Automatisierung und Digitalisierung könnten hier eine große Rolle spielen, da sie Kosten der lokalen Produktion senken könnten.
  • Der E-Commerce Marktanteil wird auch nach der Corona Krise auf einem höheren Niveau bleiben, was Auswirkungen auf die Logistik haben wird, da Anforderungen, Infrastruktur und Standorte anders sind; die Verlagerung hin zu mehr E-Commerce könnte auch zu einer dezentraleren Lagerhaltung führen, um schneller an den Kunden liefern zu können.

 

Zum Thema:

Die Coronakrise hat angesichts von Sperrzonen und Grenzschließungen auch Auswirkungen auf die gesamte Transportwelt und ändert massiv die logistischen Abläufe. Noch können Lebensmittel-Spediteure fast rund um die Uhr fahren. Logistikunternehmen, die den Maschinenbau und vor allem die Automobilindustrie bedienen, haben in vielen Fällen einen Rückgang von fast 100%.

Wir fragen unser Panel nach dem Status in ihren Logistikunternehmen und versuchen einen Ausblick zu schaffen, wie die Branche sich nach der Krise verändert haben wird, vor allem auch in der Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern Deutschland, Österreich und Italien/Südtirol, die ja sehr eng miteinander wirtschaftlich verflochten sind.

Welche Auswirkungen wird es haben, wenn:

  • viele Schlüsselindustrien zurück in die EU/Region verlagert werden?
  • der globale Warenaustausch in diesem Jahr zwischen 13 und 32 Prozent schrumpft?
  • mehr Pufferlager eingerichtet werden, regionalere Transporte und weniger Seetransporte stattfinden?

Wie sieht vor allem die Zukunft in der Logistik aus? Werden Daten die Branche maßgeblich verändern? Werden zusätzliche digitale Angebote ein essentieller Bestandteil der Angebotspalette werden?

 

Cover: Simon Gehrke Kommunikationsdesign www.simongehrke.de

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