25. November 2020 um 17:00 – 18:00 ONLINE

„Sustainable Development Goals im deutschen Familienunternehmen.“

  • Was bedeutet „Nachhaltiges Unternehmertum“ in der Welt nach COVID-19?
  • Worauf müssen sich Familienunternehmer einstellen im Zusammenhang mit SDG (Sustainable Development Goals) und ESG (Environment, Social, Governance)?
  • Sind die Familienunternehmer für die neue Welt gerüstet?

 

Eine von Andreas E. Mach moderierte Diskussion über nachhaltiges Wirtschaften und Verantwortung als unternehmerische Haltung und Pflicht im Familienunternehmen, mit:

  • Bert Bleicher (Unternehmer und Investor | Geschäftsführer der Alluti GmbH | Beirat in verschiedenen Familienunternehmen)
  • Kurt Schöffer (Group CEO | auticon GmbH)
  • Georg Schweisfurth (Unternehmer, Geschäftsführer Gut Sonnenhausen GmbH & Co. KG, Mitglied des Kuratoriums der Schweisfurth-Stiftung)
  • Johannes Weber (Managing Partner & Founder | Ananda Impact Ventures)

 

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Zum Thema:

Deutsche Familienunternehmen sehen sich dem nachhaltigen Handeln seit langem verpflichtet als ungeschriebene, aber kontinuierlich gelebte Praxis. Traditionell bewährte, ständig weiterentwickelte Werte, Prinzipien und Handlungsweisen bestimmen das Unternehmertum, das niemals nur auf die Erzielung bloß kurzfristiger Erfolge, sondern immer auf den dauerhaften Bestand ausgerichtet ist, das ist nachhaltiges Wirtschaften. Dabei gilt als wesentlicher Grundsatz, dass die Interessen des Unternehmens Vorrang vor denjenigen der Inhaberfamilie besitzen. Familienunternehmen nehmen auch ihre gesellschaftliche Verantwortung in der Regel aus einem inneren Gestaltungswillen wahr, der auch mit der Verantwortung für Nachhaltigkeit, geradezu ein Teil der DNA erfolgreicher Familienunternehmen, einhergeht. „Im Mittel ist den von der Bertelsmann Stiftung untersuchten deutschen Familienunternehmen das gesellschaftliche Engagement rund eine halbe Million Euro pro Jahr wert. Beachtenswert ist aber auch die Breite des finanziellen Engagements mit eher zurückhaltenden bis sehr umfangreichen Geldbeträgen. Dabei spielt die Unternehmensgröße für die Ausgabebereitschaft so gut wie keine Rolle“, besagt eine Bertelsmann Studie.

Die Frage, die sich jedoch stellt, ist, wie sehr dieses Verständnis von Nachhaltigkeit auch im Einklang mit der ökonomischen Wertschöpfung und einem kontinuierlichen Engagement für den Umweltschutz und sozialer Verantwortung steht. Nachhaltigkeit liegt vor, wenn Ökonomie, Ökologie und Soziales im Dreiklang gleichberechtigt nebeneinander Beachtung finden. Dieses Gesamtbild findet sich in den 17 Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen und hat durch die Covid-19 Krise an großer Bedeutung gewonnen, nicht nur für Regierungen, sondern auch für Unternehmer. Beschleunigend wirkt dabei die Notwendigkeit der Anwendung von ESG-Kriterien für unternehmerisches Handeln nicht zuletzt durch „Sustainable Finance“, das die Unternehmensfinanzierung des Mittelstandes bestimmen wird.

 

Kurz vorgestellt:

Bert Bleicher ist Geschäftsführer der Alluti GmbH, Unternehmer und Investor sowie Beirat in verschiedenen Familienunternehmen. Der Diplom Ökonom begann 1988 seine berufliche Laufbahn als Produktmanager bei der Firma Reemtsma. Seit 1993 arbeitete er selbstständig mit einer in Hamburg gegründeten Marketingagentur. 1996 stieg er in die Hoffmann Werkzeuge GmbH ein – ein Vertriebsunternehmen für Qualitätswerkzeuge mit Sitz in München, das sich bis 2013 unter seiner Führung zu einem europäischen Marktführer mit ca. 1 Mrd. Euro Umsatz und mehr als 120.000 b2b Kunden entwickelte und in über 30 Ländern aktiv war. Als geschäftsführender Gesellschafter der Hoffmann Holding wurden Unternehmer und Unternehmen mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bayrischen Unternehmer Preis für soziales Engagement (Hoffmann Group Foundation). Seit 2014 ist Bert Bleicher als Investor und Unternehmer erfolgreich in mehreren Branchen und Bereichen sowie in den Beiräten von Familienunternehmen aktiv.

Kurt Schöffer ist Group CEO der auticon GmbH sowie Entrepreneur mit internationaler Führungserfahrung in den Branchen IT, erneuerbare Energien und Medien. Nach seinem Studium zum Diplom-Kaufmann in Regensburg und einem Berufsstart als Controller hat er den größten Teil seiner beruflichen Laufbahn in Führungspositionen in der EDV Industrie verbracht. 2004 war er dank seines Engagements im Gründungsmanagement Finalist bei ‘Entrepreneur of the year by Ernst & Young’. Zu auticon kam er 2013 über den Social Venture Fund. Ihn reizt die Idee von Sozialprojekten als unternehmerische Aufgabe, ganz nach der Devise: Mit Spenden tut man einmal etwas Gutes, mit Investitionen, aktiver Mitarbeit und Wissenstransfer immer wieder.

Georg Schweisfurth ist Geschäftsführer des ökologischen Tagungs- und Veranstaltungshotels Gut Sonnenhausen sowie Kuratoriumsmitglied in der Schweisfurth-Stiftung, Bio-Food-Autor und Mitgründer von u.a. basic, EPOS und BIOfairAFRICA. 1959 in München geboren, wuchs Georg Schweisfurth in Herten in Westfalen, dem Stammsitz der Firma Herta, auf. Wie alle Kinder der Familie, absolvierte er eine Lehre (Metzger) und studierte danach BWL und VWL. Nachdem sein Vater Herta verkauft hatte, initiierte die Familie weit weg von Massentierhaltung ab 1986 die Herrmannsdorfer Landwerkstätten. 1997 war er Mitbegründer der Bio-Supermarktkette basic AG, aus dessen Vorstandschaft er 2004 ausstieg, um sich weiteren Projekten zu widmen. 2013 gründete er mit Freunden die Firma CERUDA in Novi Sad, Serbien, um dort ein Seminarcentrum für nachhaltige Entwicklung und Ökolandbau aufzubauen. Zudem engagiere er sich in verschiedenen Gremien und Institutionen, u. a. in der Schweisfurth-Stiftung, im Aufsichtsrat von Greenpeace Deutschland und der Umweltakademie. Ferner hat er mehrere Bücher rund um die Themen Nachhaltigkeit und Bio geschrieben.

Johannes Weber ist Gründer und Managing Partner von Ananda Impact Ventures. Neben der Gründung mehrerer Start-ups in den Bereichen Asset Management und IT verfolgt der leidenschaftliche Unternehmer weiterhin seine Vision, seine Tätigkeiten in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Nachdem er seine Beteiligung an PANDA Investment Management – damals Partner des World Wide Fund for Nature (WWF) – verkauft hatte, gründete er Ananda, um seine Vision für das europäische Impact Finance-Ökosystem zu verwirklichen. Johannes wurde 2014 als „Young Global Leader des Weltwirtschaftsforums“ ausgezeichnet. Er ist Absolvent der European Business School in Oestrich-Winkel und studierte Entrepreneurship und Finanzen an der HEC in Lausanne und der International Business School in Budapest.

Cover: Simon Gehrke Kommunikationsdesign www.simongehrke.de

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