10. Juni 2020 um 17:00 – 18:00 ONLINE

„Der Beirat als Sparringspartner in Zeiten des beschleunigten technologischen Wandels?“

Im Rahmen unserer “ALPHAZIRKEL Conversations”-Reihe spricht Dr. Albert M. Geiger über die Auswahl des Beirats als Sparringspartner und seinen Austausch mit dem Unternehmer, um für den beschleunigten technologischen Wandel richtig aufgestellt zu sein, mit:

  • Sebastian von Johnston (Serial Entrepreneur, Aufsichtsrat und Beirat, Startup-Coach, Gründungspartner von LaFamiglia.vc)
  • Constantin von Rundstedt (Geschäftsführender Gesellschafter der von Rundstedt Executive Search GmbH)
  • Prof. Dr. Thomas M. Zellweger (Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre mit besonderer Berücksichtigung der Familienunternehmen an der Universität St.Gallen, Geschäftsführender Direktor KMU-HSG, Managing Director des CFB-HSG, HSG-Prorektor Forschung & Faculty)

 

Lessons Learnt:

  • Der Beirat sollte vorrangig drei Funktionen ausfüllen:
    • Kompetenzfunktion: Sparringspartner, um Kompetenzen der Geschäftsleitung zu ergänzen und Wissen von außen einzubringen.
    • Kontrollfunktion: Kontrolle der Effektivität und Effizienz der Geschäftsführung durch ein unabhängiges Gremium, welches „über“ der Geschäftsleitung steht.
    • Mediationsfunktion: Mediation innerhalb des Gesellschafterkreises und zwischen Geschäftsleitung und Inhaber.
  • Je unterschiedlicher die Profile des Beirats und der Geschäftsleitung sind, umso größer der Mehrwert des Beirats → Aufdecken von Potenzialen, Beleuchtung zukünftiger Denk- und Arbeitsweisen.
  • Im Vergleich zu etablierten Familienunternehmen, fehlt neuen Startups oft eine gewisse Legitimität und Glaubwürdigkeit → Bei Startups ist der Beirat auch ein Legitimitätsbringer, der eine Glaubwürdigkeitsfunktion hat, während bei Familienunternehmen der Beirat mehr in den oben genannten Funktionen auftritt.
  • Die Funktionen und Aktivität des Beirats ist auch abhängig von der Gesellschaftsform des Unternehmens → Auf GmbH Ebene ist der Beirat oftmals ein starker Sparringspartner und aktiver in der Zusammenarbeit (auch durch geringere Größe des Unternehmens), während auf AG Ebene dem Beirat oft eine stärkere Kontroll- und Aufsichtsfunktion zukommt.
  • Die Abgabe von Aufgaben an den Beirat steht häufig unter einem gewissen Erfolgsvorbehalt.
  • Einige Kompetenzen, die ein Beirat innehaben sollte: Überblick über die Gesamtsituation; Finanzkompetenzen; Augenhöhe in Strategie-, Produkt- und Technologiethemen; Marktkenntnisse; Verlässlichkeit; Vertrauen → ergänzend zu vorhandenen Kompetenzen der Gesellschafter.
  • Eine Machtfülle (Eigentum und Management in einer Hand) kann ein großes Hindernis des starken Wachstums eines Unternehmens sein → Der Beirat als gewisse Selbstbeschränkung kann hier ein sinnvolles Instrument sein.
  • Objektive, ehrliche Beiräte lassen sich oft durch Intermediäre oder im persönlichen Netzwerk finden → Es ist erstrebenswert jemanden ins Boot zu holen, der in den akuten und zukünftigen Problemstellungen des Unternehmens bereits wertvolle Erfahrungswerte sammeln konnte.
  • Tipps für den Erfolg eines Beirats: Setzen Sie einen Beirat ein, der die Kompetenzen der Geschäftsführung ergänzt, geben Sie dem Beirat Verantwortung und arbeiten Sie zusammen.

 

 

Über nachfolgenden Link können Sie sich einloggen und die Aufnahme des Webinars ansehen:

https://attendee.gotowebinar.com/recording/5160958454700294924

 

Cover: Simon Gehrke Kommunikationsdesign www.simongehrke.de

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