18. November 2021 um 17:00 – 18:00

Online Conversation: „Deutschland und Europa neu denken.“

Andreas E. Mach im kritischen Dialog mit:

 

Lessons Learnt:

  • Eine enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Regierung, der jungen Startup Community und der Forschung bildet in Israel ein erfolgreiches Ökosystem für Innovation, das Vorbild für Deutschland und Europa sein kann. Die Frage ist, ob es hierzulande den politischen Konsens und Willen gibt, klare Investitionen zu tätigen und eine Gründerkultur mehr zu inzentivieren.
  • Innovation muss auch im Sinne der Gemeinwohlentwicklung gedacht werden – einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.
  • Die Definition von Wohlstand sollte neu ausgerichtet werden, um Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unserer Wirtschaft und Gesellschaft zu stellen. Das umfasst auch eine Neudefinition von Return on Investment – weg von rein finanziellem Return, hin zu sozialem Return.
  • Es ist wichtig die richtige Balance zu halten zwischen privatem Einfluss auf staatliche Systemgestaltung und einer Garantie, dass große Tech Giganten den Mittelstand nicht verdrängen.
  • Große Herausforderungen (im Forschungsbereich) können nur auf multilateraler Zusammenarbeit gelöst werden (das hat auch die Corona Pandemie gezeigt).

 

 

Zum Thema:

„Die Covid-19-Pandemie wird enden, aber es gibt keinen Impfstoff gegen die Klimakrise“, so der Aufruf zur Vorbereitung der Weltklimakonferenz in Glasgow Anfang November 2021. Hitzebedingte Sterblichkeit, gesundheitliche Folgen zerstörerischer Wetterereignisse, die fortschreitende Vernichtung von für die menschliche Gesundheit wichtigen Ökosystemen und die Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit verlangen eine rasche und deutliche Senkung der Emissionen von Industrienationen, und zwar über die bis 2030 vorgeschlagenen Reduktionen hinaus.

Durch die globale Gesundheits- wie Klimakatastrophe der letzten zwei Jahre hat die Situation eine zusätzliche Verschärfung erfahren. Immer mehr „Non-Governmental“-Bewegungen fordern von den Regierungen, Gesundheit und Klimanotstand noch ernster zu nehmen und zu handeln – weltweit und sofort! „Das Jahr 2021 als dasjenige zu markieren, in dem die Welt endlich ihren Kurs ändert!“ ist eine Forderung der Herausgeber von mehr als 220 Fachmagazinen aus aller Welt.

Auf europäischer Ebene hat die Corona-Krise gezeigt, dass sich die EU weiterentwickeln muss, um in Zukunft widerstandsfähig zu sein. Die Anforderungen an die EU sind gewachsen und der Erwartungsdruck seiner Bevölkerung hoch. Der Europatag 2021 gab Anlass zur Schaffung einer EU-Zukunftskonferenz, „denn wir haben jetzt die Chance, kritisch und konstruktiv über die europäische Zukunft zu reflektieren, die entsprechenden Lehren zu ziehen und Europa gemeinsam besser zu machen“, so die österreichische Europaministerin Karoline Edtstadler.

Europa muss also neu gedacht werden – und damit auch Deutschland. Konkret geht es in unserem Land um Herausforderungen wie die politischen Mehrheitsverhältnisse, die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, die digitale Informationsgesellschaft, die Umwelt- und Klimafragen, der soziale Zusammenhalt und die europäische Zukunft in der post-Corona-Welt. Mit einer neuen Regierung in Deutschland bekommt die Frage nach einem „Deutschland und Europa neu gedacht“ eine brisante Dimension.

Diese Themen schaffen neue Rahmenbedingungen für die Gesellschaft, Familienunternehmer, Start-ups und Investoren und lassen weitere Fragen aufkommen, die wie in unserer ALPHAZIRKEL Online Conversation mit Frau Dr. Brigitte Mohn zur Diskussion stellen:

 

  • Verspielen wir gerade unsere Gestaltungschancen auf nationaler und europäischer Ebene?
  • Können wir als Auto- und Industrieland unsere Stärken bewahren oder müssen wir uns neu erfinden?
  • Führt die Digitalisierung zum Diktat globaler Konzerne oder in eine Welt neuer Freiheiten?
  • Welchen Stellenwert haben Nachhaltigkeit und Impact Investing für die Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunft unserer Gesellschaft?
  • Sind die Maßnahmen gegen die Klimakrise effektiv?
  • Welche Szenarien sind denkbar für Deutschland und Europa 2030 und welchen Beitrag können und müssen wir als Unternehmer leisten?
  • Wie werden wir zukünftig erfolgreich sein und miteinander leben und arbeiten können?
  • Wie werden sich die politischen Mehrheitsverhältnisse in Deutschland darauf auswirken?

 

Cover: Simon Gehrke Kommunikationsdesign www.simongehrke.de

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