30. März 2021 um 17:00 – 18:00ONLINE

„Goldene Zeiten oder die große Rezession?“ Familienunternehmen nach Covid-19.

 

Andreas E. Mach im Gespräch mit:

Professor Dr. Kai Andrejewski (Vorstand Region Süd, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)

Dr. Christian Gerloff (Rechtsanwalt | Gerloff ∙ Liebler Rechtsanwälte)

 

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Zum Thema:

Das ist eine Krise, wie sie die Welt noch nie gesehen hat. Zahlreiche Branchen sind durch Corona besonders in Mitleidenschaft gezogen, der stationäre Handel, die Gastronomie, Dienstleister für Kultur, Messen und Großveranstaltungen, Hospitality-Betriebe, der Tourismus und Geschäftsreisemarkt. Die Bundesregierung unterstützt die Unternehmen in der Coronapandemie großzügig durch Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfen und Kreditbürgschaften und hat die Insolvenzantragspflicht unter bestimmten Voraussetzungen zunächst bis Ende April ausgesetzt. Nach einer Rezession folgt in der Regel eine große Pleitewelle, durch das Aussetzen der Antragspflicht ist diese bisher aufgeschoben.

Nicht nur die direkt von behördlichen Schließungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens betroffenen Unternehmen, sondern auch andere, die vom beschleunigten Strukturwandel in der Wirtschaft durch die Pandemie Absatzschwierigkeiten haben, werden neuen, meist digitalen Geschäftsmodellen weichen müssen. Auch deutsche Kernindustrien wie die Automobilwirtschaft und Industrieunternehmen mit einem hohen Energiebedarf sind betroffen, denn Sustainable Finance gehört mit zum beschleunigten Strukturwandel.

Etwa ein Fünftel aller Betriebe in Deutschland gibt an, dass Corona für ihr Unternehmen existenzbedrohend ist. Allerdings wird die Pleitewelle 2021 wohl nicht so schlimm ausfallen wie der Pleite-Tsunami nach dem Platzen der Aktienblase vor 20 Jahren. Denn seitdem haben die Unternehmen ihre Eigenkapitalquoten deutlich erhöht und der Staat unterstützt die Unternehmen viel stärker als in zurückliegenden Rezessionen.

Und so glauben manche gar, dass wir statt einer Pleitewelle und einer langen Rezession nach der Pandemie goldenen Zeiten entgegensehen werden, weil der raschere Strukturwandel und die Einsparungen in der Krise die Wirtschaft insgesamt resilienter machen, von einem Green Recovery Boom in Europa ist die Rede, und die Aktienmärkte boomen, gepusht von den hohen Kursen der Profiteure der Krise, der digitalen Wirtschaft und Kommunikation.

Was unsere Experten für die Wirtschaft und die Familienunternehmen erwarten, wollen wir diskutieren unter der Überschrift „Goldene Zeiten oder die große Rezession?! Familienunternehmen nach Covid-19“.

 

Kurz vorgestellt:

Prof. Dr. Kai C. Andrejewski ist Regionalvorstand für die Region Süd der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Darüber hinaus betreut er als Wirtschaftsprüfer mehrere börsennotierte Unternehmen und ist Leiter des Audit Committee Institute e.V. Seit 2011 ist Kai C. Andrejewski Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere International Accounting und Auditing, an der Privaten Fachhochschule Göttingen. Er ist Mitglied der Prüfungskommission der Wirtschaftsprüferkammer sowie Mitglied der Schmalenbachgesellschaft. In seiner Funktion als Managing Partner ist er im Rahmen der KPMG Thought Leadership Initiative für das Zusammenspiel der Themen Geopolitics, ESG und Technology verantwortlich.

Dr. Christian Gerloff ist einer der führenden deutschen Experten für Insolvenzrecht und Insolvenzverwaltungen, aber ebenso Sanierungs- und Restrukturierungsberater und hat mit seiner Münchner Kanzlei in den letzten 20 Jahren viele Unternehmen in Deutschland vor und während einer Insolvenz beraten. Er ist als Insolvenzverwalter, Restrukturierungsvorstand, Sanierungsberater und Verwalter bei Planinsolvenzen u.a. bei so bekannten Unternehmen wie Escada, Rena Lange, Wöhrl, SKW, Gerry Weber und Adler engagiert gewesen.

 

Cover: Simon Gehrke Kommunikationsdesign www.simongehrke.de

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