EN DE

Farm. Food. Future. Business-as-usual ist keine Option mehr für unsere Landwirtschaft und Ernährung

Präsenzveranstaltung

11. Oktober 2021
18:00 - 22:00 Uhr

Podcast zur Veranstaltung

Unter „Podcasts“ finden Sie alle Audiodateien des Abends

Lessons Learnt:

Panel 1: „Herausforderungen und Lösungsansätze in den Bereichen Agri-, Aqua- und Food-Tech“

  • Boden und Pflanzen funktionieren in einer engen Symbiose – jedoch nur, wenn der Boden „gesund“ ist. Deshalb ist es für eine nachhaltige Landwirtschaft unerlässlich, eine regenerative, diversifizierte Landwirtschaft zu fördern und anzuwenden.
  • Viele Innovationen in der Landwirtschaft, die helfen sollen, Herausforderungen der Zukunft zu meistern, sind auf unser exploitatives System ausgerichtet, das die natürlichen Ressourcen nicht schont und unterstützt, sondern weiter ausbeutet und schädigt. Es braucht eine grundlegende Veränderung unseres Handelns und (Land-) Wirtschaftens, um eine wirklich nachhaltige Zukunft für kommende Generationen zu ermöglichen. Regenerative Landwirtschaft ist hier ein passender Ansatz.
  • Lebensmittel aus Aquakultur haben das Potenzial, als nachhaltige, umweltfreundliche Proteinquelle zu dienen. Dazu bedarf es jedoch auch noch großer Veränderungen der Fischerei und Aquakultur-Industrie hin zu nachhaltiger Erzeugung und mehr Biodiversität.

Panel 2: „What comes next? Internationale Trends und Ideen aus dem Occident und Orient“

  • The most important natural resources for food production are air, land, and water and all these areas are heavily influenced by climate change. Many technologies have been and are being developed to overcome challenges in these areas – most innovation happens in precision agriculture and alternative foods. However, to manage the global resources in a sustainable way, a much broader perspective and solutions are needed.
  • Taking animals out of the global food system and eating alternative proteins instead can have an immense global impact – many investments are directed towards alternative protein production (fermentation, cultivation, plant-based products) at the moment.
  • Data driven technologies that help reduce resource use in food production are also receiving much attention of the investment community.
  • Germany is an attractive consumer and investor market for ag-tech innovation but there are bureaucratic hurdles that make international investments more difficult.
  • German startups are producing promising innovations in the ag-tech sector. However, more government support and an entrepreneurial mindset where risk and failure are rewarded could further enhance German innovation in the field.

Panel 3: Trends in Deutschland und Europa”

  • Im Agrar- und Biotechbereich gibt es derzeit sehr positive Entwicklungen in Bezug auf Innovationen und Startups in Deutschland. Im Food Bereich hingegen gibt es in Deutschland noch Aufholbedarf.
  • In der Landwirtschaft gibt es sowohl die größten Chancen als auch die größten Herausforderungen für nachhaltige, innovative Entwicklungen.
  • Startups gehen ein großes Risiko ein im Bereich der Landwirtschaft, da es unsicher ist, ob Regularien die jetzt entwickelten Innovationen in der Zukunft umsetzbar machen.

Panel 4: „What do we do with these Ideas? Umsetzung in der Praxis und Beispiele aus dem Mittelstand“

  • Ein großes Problem in der Landwirtschaft ist die mangelnde Förderung und Entwicklung auf politischer Seite.
  • Eine weitere Herausforderung ist die ständige Forderung des Einzelhandels und der Konsumenten nach frischen, besten und gleichzeitig sehr günstigen Lebensmitteln und die Markt- und Preismacht der dominierenden Einzelhandelsketten.
  • In Deutschland gibt es nicht ausreichend frühphasiges Kapital für Innovationen im Bereich der Landwirtschaft (FoodTech, AgriTech, GreenTech), damit innovative Startups sich entwickeln können.
  • Wir haben die Innovationen, wir haben das Kapital, aber wir haben eine unglaublich langsame Regierung, die nicht ausreichend mit Fonds und Startups zusammenarbeitet, um die Innovation auf die Straße zu bringen.
  • Wir verlieren in der deutschen Land- und Viehwirtschaft momentan die Selbstversorgung (d.h. wir verbrauchen mehr, als wir produzieren).
  • Der Klimawandel fordert neue Lösungen in der Landwirtschaft – eine strikte Verzahnung zwischen Landwirtschaft und Wissenschaft ist dabei erfolgsversprechend.
  • In Deutschland müssen wir jetzt für die Zukunft denken und handeln.

 

Zum Thema: Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei im Zeichen des Klimawandels

Der Zusammenbruch kritischer Systeme an mehreren Fronten droht unser Zukunftsszenario zu sein – als Folge von Pandemien, weltweiten Ungleichheiten und Klimawandel.

Vor allem der von Menschen verursachte Klimawandel passiert zehnmal schneller als der natürliche. Ganz aktuell haben die seit Beginn der Wetteraufzeichnungen trockensten Jahre 2018 und 2019 sowie die diesjährigen Starkregen- und Flutkatastrophen erneut gezeigt, dass diese Herausforderung mit fragilen Lebensmittelsystemen verknüpft ist. Extreme Wetterereignisse vermindern z.B. Qualität und Quantität der Ernteprodukte und die Ertragseinbußen bedrohen mancherorts bereits die Existenz von Landwirtschaften. Dies ist aber nur ein Teilaspekt: Auch Fischerei und Aquakultur bekommen die Folgen des Klimawandels zu spüren. Kurz- wie langfristig braucht es Klimaanpassungsmaßnahmen, um unsere Ökosysteme sowie qualitativ hochwertigen Nahrungsmittel und Rohstoffe für kommende Generationen zu erhalten.

Auf dem Alphazirkel x UnternehmerTUM Food Summit diskutieren wir, wie wir entgegensteuern können: Welche Wege der Transformation unserer Lebensmittelsysteme gibt es bereits und müssen weiter ausgebaut werden? In vier kurzen Panels à 25 Minuten stellen wir Herausforderungen und Lösungsansätze aus Agri-, Aqua- und Food-Tech sowie internationale Trends und Praxisbeispiele aus dem Mittelstand vor:

 

18.30 Uhr: Panel 1 

„Herausforderungen und Lösungsansätze in den Bereichen Agri-, Aqua- und Food-Tech“

 

19.00 Uhr: Panel 2 

„What comes next? Internationale Trends und Ideen aus dem Occident und Orient“

  • Nitza Kardish (CEO | Trendlines Agrifood Fund, Vice Chair | Trendlines Agrifood Innovation Centre)
  • Dan Altschuler Malek (Managing Partner | Unovis Asset Management)
  • Danny O’Brien (Managing Director of EMEA for SVG Ventures | THRIVE – the leading global AgriFood investment and innovation platform)

 

19.30 Uhr: Panel 3 

„What are our ideas? Trends in Deutschland und Europa”

  • Kristal Golan (Senior Corporate Venture Manager | BayWa AG)
  • Roman Werner (Managing Director | FAB Venture Lab TUM, Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie, AG BioPat und Digitalisierung)

 

20.00 Uhr: Panel 4 

„What do we do with these Ideas? Umsetzung in der Praxis und Beispiele aus dem Mittelstand“

  • Barbara Scheitz (Geschäftsführerin | Andechser Molkerei Scheitz GmbH)
  • Janna Schmidt-Holtz (Serial Entrepreneur & Gründerin | Green Generation Fund)
  • Ulrich Wagner (CEO | Wimex Gruppe)
  • Michael Walk (Geschäftsführer & Co-Founder Creativeaty GmbH)