6. Februar 2019 um 18:00 – 22:00 Zunfthaus zur Meisen
Münsterhof 20
8001 Zürich

ALPHAZIRKEL SCHWEIZ: „Ist die Globalisierung am Ende?“

Zwischen den USA, China und Europa herrscht ein Handelskrieg. Die Globalisierung ist in Gefahr.
Wie wirkt sich dies auf die Schweizer Wirtschaft, auf Schweizer Unternehmen und deren Exporttätigkeit aus?

Eine von Daniel Hug (Wirtschaftsexperte und Leiter Wirtschaft der NZZ am Sonntag) moderierte Paneldiskussion mit:

Prof. Ralph Ossa – Seit 2017 Professor für Ökonomie der Globalisierung und aufstre­benden Märkte an der Universität Zürich. Vor seinem Umzug nach Zürich tätig an der Fakultät der Booth School of Business der Uni­versity of Chicago. Promovierte an der London School of Econo­mics in Wirtschaftswissenschaften.

Hans-Ulrich Bigler – Seit 2008 Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes. Seit 2015 Nationalrat FDP. Er studierte Ökonomie (lic. rer. pol. an der Universität Bern) und absolvierte ein Management­Ausbildungs­ programm an der Harvard Business School.

Dr. oec. HSG Burkhard Varnholt – Deputy Global Chief Investment Officer der Credit Suisse (Division International Wealth Management). Vor seinem Wechsel zur CS im Jahre 2016 CIO bei Julius Bär. Davor CIO bei der Bank Sarasin.

 

(Im Bild: Hans-Ulrich Bigler, Daniel Hug, Prof. Ralph Ossa, Dr. Burkhard Varnholt)

 

Zum Thema:

Weniger Wachstum und Dynamik im weltweiten Warenhandel, national orientierte Politiker, unsichere Weltlage: Wirtschaftlich, politisch und geostrategisch scheint der Prozess der Globalisierung ins Wanken gekommen zu sein.

Diese Entwicklung ist nicht einfach die Folge eines insgesamt schwächeren Wachstums grosser Wirtschaftsnationen und Schwel­lenländer. Sie hat auch strukturelle Gründe. Exportunternehmen in China und den Vereinigten Staaten setzen vermehrt auf Leis­tungen aus dem eigenen Land, anstatt diese zu importieren. Es wer­den weniger Produkte aus dem Ausland eingekauft und weniger Produktionsstätten dorthin verlagert.

Die Rhetorik von Donald «America First» Trump trägt nicht dazu bei, den Glauben an eine fortschreitende Globalisierung zu stärken. Ebenso wenig der Brexit des Vereinigten Königreichs. Oder natio­nalistische Regierungen wie diejenigen Polens und Ungarns. Es passt ins Bild, dass die WTO seit fünfzehn Jahren vergeblich ver­sucht, die Handelsbarrieren zu beseitigen. An einen breiten Durch­bruch der Idee wegfallender Zölle glaubt kaum noch ein Experte. Als Alternativen bleiben höchstens kleinere, regionale Abkommen.

Ein weiterer Globalisierungs­Bremsfaktor stellt die wachsende politische Unsicherheit dar. Krisen, bewaffnete Konflikte, Terror und Flüchtlingsströme halten die Welt und damit auch die Unter­nehmen in Atem. Die USA reduzieren ihr ausseramerikanisches Engagement, China hingegen erhebt den Anspruch, Weltmacht zu sein.

 

Anmeldung oder Informationen per E­Mail an: jashica.jayakumar@marticom.ch

Top