17. März 2020 um 19:00 – 22:00 ONLINE Diskussion !

ALPHAZIRKEL Automotive Forum: “Megatrends in der Automobilindustrie und die Folgen für die Zulieferer aus dem Mittelstand.”

Im Rahmen des Automotive Forums von Alphazirkel International gemeinsam mit der KPMG AG München und dem Verband der Automobilindustrie VDA sprach Dr. Albert M. Geiger mit  Experten, Gründern und Zulieferern:

  • Professor Dr. Kai Andrejewski (Regionalvorstand Süd, Audit KPMG AG München)
  • Mathieu Caudal (Co-Founder und COO, unu GmbH)
  • Sebastian Centmayer (Head of Strategy, Knorr-Bremse AG)
  • Dr. Mathias Hüttenrauch (Startup-Investor im Bereich Automotive, vormals Vorstandsvorsitzender von Nedschroef)
  • Andreas Keilhacker (Automotive-Experte, vormals Technology Scouting NIO GmbH)
  • Dr. Marcel Klehr (Vice President Germany, Formel D Group)
  • Dr. Florian Petit (Founder, Blickfeld GmbH)

 

Lessons Learnt:

  • Die aktuellen Megatrends und Treiber der Automobilbranche stellen sich durch Urbanisierung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und eine steigende Mobilität dar. Mit Fokus auf technologischere Themen zeichnen sich im Bereich Nutzfahrzeuge vor allem Emissionsreduktion, E-Mobility, automatisiertes Fahren, Connectivity und Traffic Safety ab.
  • Zukunftstrends treiben nicht nur bisherige Zulieferer und Kunden. Durch die Veränderung des Marktes bieten sich Chancen für neue Player und Wettbewerber, die sich durch neue Charakteristiken und andere Alleinstellungsmerkmale abheben.
  • Die Tier-2-Strutur geht näher hin zu den OEM’s, woraus sich ein Dreiergespann anstelle eines bisherigen, klassischen Wasserfallmodells ergeben könnte. Dies birgt für alle Partizipierenden eine riesige Chance, um sich neu zu positionieren.
  • Zusätzlichen Einfluss auf die aktuelle Rolle der Zulieferer haben auch Veränderungen in der Regulatorik sowie geopolitische Rahmensetzungen.
  • Alternative Geschäftsmodelle und Fahrzeugarchitekturen bringen etablierte Player verstärkt in Bedrängnis, alte Lieferpyramiden werden aufgebrochen und neue Ideen drücken in den Markt. Dabei stellt sich die Frage, wer sich durch neue Ansätze, schnelle Umrüstung oder eine komplette Umstellung in der Technik durchsetzen kann.
  • Der Automotive Bereich ist aufgrund seiner bereits bestehenden Infrastruktur und qualitativen Exzellenz für Startups besonders schwierig, Startups sind jedoch durch ihre Flexibilität und Agilität im Vorteil. Daraus ergibt sich, dass eine strategische, partnerschaftliche Zusammenarbeit von Startups mit einem OEM oder Tier-1 Synergieeffekte erzeugen kann.
  • Im Wandlungsprozess der Automobilbranche werden auch Umstellungen getrieben durch New Green Deals auf europäischer Ebene oder auch Zugangsveränderungen am Kapitalmarkt großen Einfluss haben können.

 

Zum Thema:

ALPHAZIRKEL Automotive Forum: „Megatrends in der Automobilindustrie und die Folgen für die Zulieferer aus dem Mittelstand“

  • Welche sind die neuen Wege des Automobilzulieferers in die Zukunft?
  • Auf welche strategischen Herausforderungen muss er sich einstellen?
  • Wer sind die Kunden von morgen und wie sieht die Zusammenarbeit in Zukunft aus?
  • In welche Bereiche und Startups sollte investiert werden und wo findet man neue Ideen?
  • Wie könnten eine globale Ausrichtung und Vernetzung aussehen?

Die Transformation innerhalb der Automobilindustrie wird härter – und globaler. Neue und unaufhaltsame technologische Entwicklungen bringen großen Wirbel in die Branche, dessen Produkt seit über einem Jahrhundert relativ unverändert funktionierte und eine unvergleichbare Erfolgsstory hatte. Globale Einflüsse wie Handelskriege, der Vorsprung Chinas und die Klimakrise sind zusätzliche Herausforderungen.

Angefeuert wird der Wandel durch die zukünftigen Megatrends Nachhaltigkeit, Urbanisierung, Individualisierung und Digitalisierung sowie ein radikal verändertes Nutzerverhalten der Next Generation. Autonomes Fahren und die Vernetzung zwischen Angebot und Nachfrage werden an erster Stelle stehen. Das Auto wird immer mehr zum Softwareprodukt – die Mobilität der Individuen wird aber sicher immer wichtiger werden. Alternative Antriebstechnologien werden sich durchsetzen, allerdings ist noch unklar, ob der reine Elektroantrieb, der Brennstoffzellenantrieb oder der Hybridantrieb den bis Dato vorherrschenden Verbrennungsmotor ablösen wird. Die Vielfalt der Möglichkeiten zeugt von der Unsicherheit, die schon jetzt in der Automobilbranche herrscht – und lähmt. Vielleicht bleibt aber auch der Verbrenner – allerdings mit synthetischen Kraftstoffen betrieben, deren CO2 Bilanz neutral ist. Zunehmend neue Player treten in den Markt ein. So präsentierte zum Beispiel Sony erst sein erstes Fahrzeug bei der CES.

Die weitere Entwicklung in der Automobilindustrie scheint offen, doch die negativen Folgen für die mittelständischen Antriebsstranglieferanten sind unausweichlich. Andere Zulieferer, wie z.B. Hersteller von Interieur-Teilen, können hoffen, weniger von dem sich abzeichnenden Wandel berührt zu werden. Doch die Transformation kann auch eine große Chance bedeuten, wenn man sie erkennt.

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