18. Mai 2021 um 17:00 – 18:00ONLINE

„Afrika – der Kontinent des 21. Jahrhunderts?“ Chancen für Investoren und die Menschen

Andreas E. Mach im Gespräch mit:

 

  • Prinz Ludwig von Bayern (Entwicklungshelfer, Impact Investor, Startup-Unternehmer, u.a. CEO und Co-Founder von Learning Lions und Startup Lions in Lake Turkana, Kenya)
  • Professor Dr. Francis Kéré (International anerkannter Architekt, Professor am Lehrstuhl für Architectural Design and Participation an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München (TUM))
  • Patrick Knodel (Geschäftsführer PANDION INNOVATION for IMPACT GmbH, Vorstand knodel foundation, Investor in Social Business)
  • Tom Schindler (Initiator von Motherland Earth)

 

Hier geht es zum Podcast

 

Lessons Learnt:

  • Afrika als Kontinent hat eine unglaubliche Wiederaufstehfähigkeit – das könnte genau wie die Demographie Afrikas einen Vorteil in der Erholung von der Pandemie bedeuten und den Kontinent stärken. (Prinz Ludwig von Bayern)
  • Eines der größten Irrtümer des Westens über Afrika: Das westliche Menschenbild eines typischen „Afrikaners“ ist häufig das eines trägen und faulen Menschen – im Gegenteil zeichnet sich der Kontinent jedoch durch Energie und hart arbeitenden Menschen aus. (Patrick Knodel)
  • Wir übersehen im Westen häufig die großartigen Technologien und Geschäftsideen, die in Afrika (für Afrika) entwickelt werden. (Tom Schindler)
  • Afrika ist sehr vielseitig, vielschichtig und unterschiedlich. Man kann also nicht von Afrika als einem Kontinent sprechen und einheitliche Lösungen entwickeln – man sollte alle kulturellen, historischen, geographischen und menschlichen Unterschiede berücksichtigen. (Prinz Ludwig von Bayern)
  • Obwohl Afrika und Europa direkte Nachbarn sind, bestehen nur wenige Verbindungen und die Kontinente bleiben Unbekannte. Es sollte mehr Zeit investiert werden, um einander besser zu verstehen. (Professor Dr. Francis Kéré)
  • Bevölkerungswachstum entwickelt sich häufig diametral zur Wirtschaft – um das Bevölkerungswachstum in Afrika zu kontrollieren, spielt auch besonders die Mädchen-Bildung eine entscheidende Rolle. (Prinz Ludwig von Bayern)
  • Afrika sollte von Unternehmen nicht nur als Ort für potenziellen Umsatz gesehen werden, sondern auch als mögliche Produktionsstätte. Das stärkt nicht nur Afrika als Kontinent, sondern kann auch Migration (nach Europa) regulieren. (Professor Dr. Francis Kéré)

 

Zum Thema:

Wir möchten die Betrachtung des Kontinents Afrika als Chance sehen – auch geschäftlich als der Kontinent mit der höchsten Steigerung der Bevölkerungszahl, Leapfrogging, geringerer Abhängigkeit von den entarteten Finanzmärkten der restlichen Welt und einer enormen Produktivitätssteigerung durch relativ simple technische Verbesserungen. Aktuell geht das meiste Funding im VC Bereich in dieselben Plattformmodelle, die uns auch im Westen ruinieren. Innovative Einheimische bekommen keinen oder nur schwer Zugang zu Kapital. Diese und andere Aspekte möchten wir mit unserem engagierten Panel diskutieren:

  • Welchen Stellenwert nimmt Afrika heute in Deutschland und in Europa für Unternehmer und die Öffentlichkeit ein?
  • Wie wird Afrika heute in den Medien dargestellt?
  • Ist Afrika der Kontinent der Zukunft und warum/oder warum nicht?
  • Welches sind die dringendsten Probleme Afrikas, bei denen Deutschland und Europa gemeinsam mit Afrika zu einer Lösung beitragen kann?
  • Bevölkerungsexplosion, Trinkwassermangel, Hunger, Krankheiten, Bildung?
  • Afrika und die Flüchtlingsproblematik?
  • Hilfsmöglichkeiten/Investitionsmöglichkeiten/Impact Investing in Afrika?
  • Afrikastrategie der EU und Deutschlands?
  • Entrepreneurship/Start-Ups in Afrika?
  • NGOs und Entwicklungshilfe in Afrika?
  • Was können Unternehmer und Bürger für und mit Afrika tun?
  • Was können andere Kontinente von Afrika lernen?

 

Kurz vorgestellt:

Prinz Ludwig von Bayern ist Entwicklungshelfer, Impact Investor, Startup-Unternehmer, u.a. CEO und Co-Founder von Learning Lions und Startup Lions in Lake Turkana, Kenya. Ludwig von Bayern war bereits im Alter von 18 Jahren Mitgründer eines ersten Internet-Startups. Später studierte er Politikwissenschaft und Recht. In den letzten sechs Jahren engagierte er sich für mehrere Hilfs- und Entwicklungsprojekte mit besonderem Schwerpunkt auf Ostafrika. Seit 2015 baut er das Startup Projekt „Learning Lions“ und „Startup Lions“ in Lake Turkana, Kenya auf. Motiviert durch den Leitsatz „fighting poverty with digital opportunity“ wird jungen Menschen in diesem wachsenden Campus ermöglicht, sich in den Bereichen Webdesign, Grafik und IT-Programmierung ausbilden zu lassen. Im weiteren Verlauf können sie im dortigen Coworking-Space eine IT-Karriere aufbauen.

 

Professor Dr. Francis Kéré ist international anerkannter Architekt sowie Professor am Lehrstuhl für Architectural Design and Participation an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München (TUM). Diébédo Francis Kéré wurde in Burkina Faso (Westafrika) geboren. Nach seinem Architekturstudium in Berlin gründete er 2005 das Büro „Kéré Architecture„. 2013 wurde er an die Accademia di Architettura di Mendrisio (Schweiz) berufen, zuvor lehrte er an der University of Wisconsin Milwaukee, USA. Seit 2011 ist er zudem Gastprofessor an der Harvard Graduate School of Design. Mit der „Kéré Foundation“, seiner eigenen Stiftung, engagiert Kéré sich für die Umsetzung nachhaltiger Architektur in seiner Heimatregion. Kéré ist weltweit für seine innovativen Entwürfe bekannt, in denen er traditionelle Baumaterialien mit moderner Ingenieurtechnik vereint. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise für seine Bauprojekte, die als richtungsweisend und stilbildend für die zeitgenössische Architektur gelten, zuletzt die Thomas Jefferson Medal in Architecture (2021).

 

Patrick Knodel ist Vorstand der knodel foundation und Geschäftsführer der PANDION INNOVATION for IMPACT GmbH. Als Vorstand einer gemeinnützigen Stiftung und einer for-profit Investmentgesellschaft arbeitet er an der Vereinbarkeit von positiver, gesellschaftlicher Wirkung mit finanzieller Nachhaltigkeit. Bei aller nachvollziehbaren Unsicherheit im Zuge der Corona-Krise sieht er diese auch als Chance, um lange überfällige, tiefgreifende Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik voranzutreiben. Die knodel foundation ist eine gemeinnützige Stiftung, deren Ziel die Bekämpfung globaler Problemstellungen ist. Sie unterstützt Projekte, deren Fokus darauf liegt, Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder anderen Zugehörigkeiten freien Zugang zu Wissen zu ermöglichen. PANDION INNOVATION for IMPACT GmbH wurde 2017 mit dem Ziel gegründet, in Unternehmen und Start-ups zu investieren, die ihren Schwerpunkt auf positiven Impact und fortschrittliche Technologieentwicklungen legen.

 

Thomas Schindler ist Initiator der https://motherland.earth. Er ist in einem naturwissenschaftlichen Haushalt und mit Freunden in der ganzen Welt aufgewachsen. Die dominierende Unterhaltung in seiner Kindheit bezog sich auf die Frage, wie wir eine gute Welt schaffen können. Er leistet seinen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage in der praktischen Anwendung der tief in ihm angelegten Denkmuster in Form von Technologieprojekten, Initiativen und Unternehmen. Dies tut er als Gründer und Geschäftsführer von delodi.net, als Initiator von GITA Deutschland, als aktives Mitglied diverser Gremien und Vorstände, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus tut er sein Bestes, einen offenen und kritischen Geist zu kultivieren und die Grenzen des denk- und machbaren zu erforschen. Dabei wird er aktiv von einem phantastischen Sohn und einer wundervollen Frau unterstützt. Ein Ort, um diesen diversen Aktivitäten zu folgen, ist thomas.cr

 

Cover: Simon Gehrke Kommunikationsdesign www.simongehrke.de

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