„Lieber einen aus der Familie !?“


ALPHAZIRKEL Unternehmerabend am 5. Dezember 2017 um 19.00 Uhr im Gelben Salon des Palais Montgelas, Hotel Bayerischer Hof München zum Thema:

„Familienunternehmen leben länger mit fremden Managern

– oder kürzer?

 

„Vertrauen“ war das erste Stichwort und der Anfang der Podiumsdiskussion, geleitet von Andreas E. Mach. Das Panel war besetzt mit Dr. Volker Borkowski (MAHAG), Armin Fichtel (s.Oliver Bernd Freier GmbH & Co. KG), Mark Furtwängler (Buehler Motor Inc.) Dr. Walter Schlebusch ( Giesecke + Devrient) und Sebastian Schwanhäußer (STABILO International GmbH und Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG).

Das Vertrauen ist von beiden Seiten der wichtigste Faktor im Verhältnis zwischen familienexternem Manager und Gründerfamilie. Das war der Diskussion schnell zu entnehmen. In der Regel sind die Erwartungen der Eigentümer an den neuen Manager sehr hoch. Gleichzeitig sind diese mit Skepsis gepaart, einem Neuen, Fremden die Unternehmensführung in die Hand zu legen. Eigenschaften wie Charakter und das nötige Knowhow sind Voraussetzung für eine effektive, profitable und langjährige Zusammenarbeit. Familienunternehmen geht es nicht um den kurzfristigen Profit und einen schnellen Erfolg, sondern diese legen Wert auf Planung mit Horizont.

Wie kann ein neuer familienexterner Manager gefunden werden? Es muss nicht immer ein Familienmitglied als Manager fungieren. Viele Unternehmen bauen auf einen externen Manager, der eine gewisse Professionalisierung mit sich bringt. In operativen Bereichen agieren oft Fremde und sind für viele unentbehrlich. Ein Manager kann auch in einem langjährigen Mitarbeiter gefunden werden. Diese schätzen das Unternehmen und kennen seine Kultur. Familienunternehmen sollten sich mehrere Jahre vor einem anstehenden Führungswechsel Gedanken machen und sich diesem wichtigen Thema widmen. Externe Kandidaten können so in das Unternehmen eingearbeitet werden und die Art der Zusammenarbeit im Vorfeld getestet und spezifiziert werden. Eine klare Empfehlung des Panels war, dass diesem Prozess Zeit zugesprochen werden muss und keine voreiligen Schlüsse getroffen werden sollten.

Die Achillesverse des Ganzen ist der eigentliche Übergang vom Alten zum Neuen. Von großer Bedeutung sind dabei gemeinsam klare Regeln aufzustellen und die damit verbundene Disziplin verbindlich zu machen. Die Kommunikation muss stimmen, aber auch die Erwartungen, die Eigentümer an den externen Manager haben, müssen genau formuliert werden. Ein gutes Verhältnis muss von beiden Seiten aus gepflegt werden, und die Eigentümer müssen sich auch dem Manager und seinem Handeln, Vertrauen schenken. Jedoch kann am Ende des Tages ein Manager das Unternehmen verlassen, eine Eigentümerfamilie nicht.

Der Generationswechsel in einem Unternehmen ist auch nicht immer die beste Lösung. Hierbei entstehen genauso Probleme, wie das Panel aus Erfahrung berichtet. Eine gute Zusammenarbeit des Fremdmanagers mit einem aktuellen Familienmitglied in der Führungsposition bedeutet nicht gleichzeitig, dass dies auch mit den Junioren so funktioniert. Die Ansichten können sich markant unterscheiden und somit auch ein Misstrauen herbeiführen. Dabei ist Vorsicht geboten und Überlegung gefragt.

Vielen Dank an das Panel !

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Ricarda Campe

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