6. März 2018 um 19:00 – 22:00 Lodenfrey-Park, Agentur Kappler, Haus X, Eingang 16, EG
Osterwaldstraße 10
80805 München
Deutschland

Future Food

Wie neue Spieler und die Digitalisierung die Lebensmittelbranche wandeln.

Eine von Dr. Albert M. Geiger und Barbara Kearney moderierte Diskussion mit neuen Marktteilnehmern der Food-Branche:

  • Timo Bäcker (Geschäftsführer der SWARM Nutrition GmbH, Köln)
  • Noel Bollmann (Gründer und Geschäftsführer der YFood Labs GmbH, München)
  • Prof. Dr.-Ing. Sabine Grüner-Lempart (Professorin an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in der Fakultät Biotechnologie und Bioinformatik, vormals 11 Jahre in der Lebensmittelindustrie in der Forschung tätig, u.a. im Mittelstand sowie für Nestle)
  • Sebastian von Johnston (Aufsichtsrat der Bünting AG in Leer, Founder Consumer Goods Incubator in Hamburg, Founder JUNIP ORGANICS, etc.)
  • Dr. Christoph Wienken (CTO der FreshDetect GmbH, Pullach)

 

Zusammenfassung:

Rasend schnell ausgebucht war der Unternehmerabend zum brisanten Thema „Future Food“. Die Antwort auf die Frage, wie neue Player und die Digitalisierung die Lebensmittelbranche wandeln, lockte knapp 100 interessierte Gäste aus der jungen Startup-Szene wie auch (Food-) Traditionsunternehmer zu Empfang, Diskussion und Networking in die Agentur Kappler im Lodenfrey-Park.

 

 

Ursprünglich als Diskussion zwischen traditionellen und neuen Marktteilnehmern der Lebensmittelherstellungs- und Vertriebsbranche geplant, setzte sich das Panel schlussendlich mit Timo Bäcker, Noel Bollmann und Dr. Christoph Wienken aus drei neuen Playern der Food-Szene zusammen, die mit Ihren Produkten an demographisch-ökologische Notwendigkeit (Swarm-Proteinriegel aus Insektenmehl), eine Anpassung an Zielgruppe (YFood-drink als Mahlzeitersatz), wie auch an technologischen Fortschritt (FreshDetect-Scanner zur sekundenschnellen Messung von Keimbelastung in Lebensmitteln) vorgenommen haben. Optimal ergänzt wurden deren Visionen durch die Expertise Sebastian von Johnstons, der als Serial Entrepreneur und Business Angel die Entwicklungen von Innovationen bestens einschätzen kann und zudem die Fallstricke und regulatorischen Hürden für Startups in Deutschland kennt. Unverzichtbar waren die Einblicke in Punkto Realisierbarkeit von Future Food aus wissenschaftlich-biotechnologischem Blickwinkel, die uns Professorin Sabine Grüner-Lempart von der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf gewährte.

 

Tomo Bäcker von Swarm Nutrition

 

Noel Bollmann von YFood Labs

 

Dr. Christoph Wienken von FreshDetect

 

Sebastian von Johnston

Professor Sabine Grüner-Lempart

Barbara Kearney

Dr. Albert M. Geiger

 

Nach der Vorstellungstunde, die spürbar die Vision und Mission hinter den einzelnen Geschäftsmodellen der Startups erkennen ließ, ging es gleich in die Tiefe in Bezug auf Effizienz und Ethik in der Nahrungsmittelproduktion, um neue Technologien, die angesichts rasch ansteigenden Weltbevölkerung pro Woche um mehr als eine Million Menschen einen Wandel herbeiführen müssen, und um die Umsetzungschancen am Markt. Alle Panelisten waren sich einig, da der Verbraucher letztlich darüber entscheidet was künftig konsumiert wird, braucht es eine bessere und fundierte Kommunikation mit dem Kunden. Denn ohne Sensibilisierung des Kunden für die sinnvollen und besseren Produkte wird es keine Änderungen geben.

 

 

 

Zum Thema:

Die Nahrungsaufnahme an sich wird ‚analog‘ bleiben, doch der Weg eines Lebensmittels vom Acker oder Labor auf den Teller oder in die Pappschachtel des Verbrauchers hat bereits einen bedeutenden Wandel hinter, vor allem aber noch vor sich.

Wir möchten im Alphazirkel die Fragen beantworten, wie die Digitalisierung die deutsche Lebensmittelbranche verändert: Wer sind die neuen Global Player und mit welchen neuen Spielregeln muss die Industrie hierzulande rechnen? Welchen Weg nimmt das Lebensmittel von der Produktion über den Handel und Konsum?

Worum geht es bereits bei der digitalen Bedarfsermittlung und wie hat sich der Kunde entwickelt? Nimmt er die gänzliche Durchleuchtung seiner Konsumwünsche für mehr Schnelligkeit und Bequemlichkeit in Kauf? Steigert sich der Profit der Branche durch individuelle Rabatte, dynamische Preise und sich selbst füllende Regale?

Inwiefern hilft künstliche Intelligenz bei der Produktion, Lagerung und dem Verkauf von verderblicher Ware? Können nun Prozesse erleichtert und Lebensmittel möglichst bedarfsgerecht produziert werden? Haben teure Nischenprodukte noch Platz im Sortiment der Massen?

SB-Kassensysteme sowie online-Bestellungen und Lieferservices bieten die Supermarktketten von heute bereits an. Wie sieht der Markt von morgen aus? Kommen als nächstes digitale Etiketten, Computer mit Produktdetails und helfende Roboter oder werden die Märkte nicht doch gänzlich von Lieferservices, die keine Wünsche offen lassen, ersetzt?

Diese und noch mehr Fragen möchten wir im ALPHAZIRKEL mit neuen Vertretern der Lebensmittelbranche diskutieren.

 
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