FamilyOffice
29. Januar 2015 um 19:00 Gelber Salon, Palais Montgelas im Bayerischen Hof München
Prannerstraße
80333 München
Deutschland

Die Unternehmerfamilie zwischen Family Office und Unternehmensführung

Eine von Andreas E. Mach moderierte Diskussion mit:

Dr. Jörg Goschin, ALSTIN – Alternative Strategic Investment GmbH, München

Philipp Haindl, Serafin Unternehmensgruppe, München

Mathias Lindermeir, EXTOREL GmbH, München

Daniel Wälchli, IHAG Holding Ltd., Zürich

 

 

Zum Thema: Die Unternehmerfamilie zwischen Family Office und Unternehmensführung

Die Unternehmerfamilie zwischen Family Office und Unternehmensführung ist ein Thema, das eng mit dem Management der Nachfolgeregelung und der Familie verknüpft ist. Das wird häufig unterschätzt, indem man ein Family Office mit Vermögensverwaltung gleichsetzt. Erfolgreiche Familienunternehmer wissen wie sie ihr Unternehmen führen und worauf es ankommt. Wenn aber neben dem Unternehmen ein Vermögen aufgebaut wird oder durch den Verkauf des Unternehmens oder von Betriebsteilen entsteht, dann sind die meisten Unternehmer mit der neuen und völlig anderen Aufgabenstellung häufig überfordert.

Die Frage, ob man ein Family Office einrichtet oder eben nicht, ob man sich einem Multi-Family Office anschließt und wie man organisatorisch und inhaltlich das Vermögen erhält und vermehrt und in welchen Asset Klassen man investiert, wollen wir mit Ihnen und unseren Podiumsgästen genauso diskutieren wie die Frage was das für die Familie selbst bedeutet.

Die besondere Herausforderung des Familienunternehmers ist es, die Belange des Unternehmens wie auch die der Inhaberfamilie in Einklang zu bringen. Mit der oft eindrucksvollen Wachstumsgeschichte vieler Familienunternehmen scheint das in der Unternehmenssphäre überwiegend gut zu funktionieren. Betrachtet man den Zustand von Gesellschafterfamilien oder größeren Familien, die an ihrem Familienunternehmen beteiligt sind, so fällt auf, dass der dominierende Einfluss einzelner Inhaber oder häufig nicht vorhandene Regelungen zu Management- und Kontrollkompetenzen der Eigentümer oder das Fehlen von Ausstiegs-, Besetzungs- und Nachfolgeregelungen zu Risikokonstellationen führen, die ein Unternehmen in seiner Performance wenn nicht gar in seiner Existenz stark beeinträchtigen können.

Die Lösung für diese Herausforderung liegt nach herrschender Expertenmeinung und Praxiserfahrung in einer angemessenen Family Business Governance mit einem praktikablen und gelebten Regelwerk. Während dies bei einer Minderheit der Familienunternehmen tatsächlich schon funktioniert (etwa 10 %), ist das auf der Ebene der Verwaltung des Familienvermögens einer Unternehmerfamilie, zum Beispiel in einem Family Office unterrepräsentiert.

Besonders im Fall eines Unternehmensverkaufs, aber häufig auch nach Erbfällen oder Sonderausschüttungen sieht sich die Familie mit dem Management ihrer Assets außerhalb des Unternehmens entweder heillos überfordert, richtet Strukturen ein, die weder zum Vermögen noch zu den Asset Klassen passen, und vergisst häufig wie wichtig es ist, eine Family Governance auch dort zu formulieren und zu leben.

Mit Praxisbeispielen unterschiedlicher Unternehmer und Vermögensstrukturen wollen wir Ihnen einen Dialog bieten mit Vermögensträgern und Managern aus Familienunternehmen und Family Offices. Wir stellen die Fragen, wie sie sich organisiert haben und wie sie sich der Aufgabe stellen, ein Portfolio von Vermögenswerten mit und ohne dem Familienunternehmen zu organisieren, zu strukturieren und so einzurichten, dass der Familienzusammenhalt nicht gefährdet ist und die Ergebnisse erfolgreich sind.

 

 
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